Dresden - Stadt der Rekorde
Die älteste Bergschwebebahn der Welt

Am liebsten schauen die Dresdner auf ihre Stadt herab. Daher wurde 1898 bis
1901 in Dresden die erste Bergschwebebahn für den Personentransport
errichtet.

Sie führt auf 274 Metern Streckenlänge vom Körnerplatz in Dresden Loschwitz
auf die Loschwitzer Höhe mit einem Höhenunterschied von 84 Metern zu einer
schönen Aussichtsplattform.
Erstes deutsches Pilsner - Bier

Die 1872 gegründete Radeberger - Exportbierbrauerei hat in Deutschland das
erste Pilsener gebraut und braut es auch heute noch.

Heute ist das Radeberger Pilsner die ausschließliche Biersorte aus dem Ort
vor den Toren Dresdens – und wird wieder kräftig exportiert: nach
Deutschland, Europa und in die USA.
Der erste deutsche Bierdeckel

Bier und Tischdecken - bis 1892 Todfeinde, kleckerte doch bis dahin überschäumender
Gerstensaft meist ungeschützt auf den Tisch.

Dann ließ sich der Dresdner Rudolf Sputh einen "saugfähigen Holzfilz-
Bierglasuntersetzer" patentieren. Seitdem erlaubt der Bierdeckel
risikofreien Genuß - zumindest, was die Sauberkeit angeht.
Die älteste, noch erhaltene Bühnentechnik Deutschlands

Das 1912-1913 errichtete
Schauspielhaus gegenüber dem Zwinger beherbergt die
älteste noch erhaltene und voll funktionsfähige Bühnentechnik Deutschlands.

Die mehrfach bewegliche noch funktionsfähige hydraulische Bühnenmaschinerie
konnte den 2. Weltkrieg unbeschadet überstehen.

Beheizt wurde das Schauspielhaus übrigens durch das erste Fernheizwerk
Europas, das sich in der Großen Packhofstraße befand.
Der erste Büstenhalter der Welt

In Sachsen, wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen - da müssen
diese ihre Schönheit in geordnete Bahnen lenken.

Am 5. September 1895 meldete Fräulein Christine Hart in Dresden das erste
Patent für ein "Leibchen, das die Brust in Form hält" an.
Das modernste Chipwerk der Welt

Im 18. Jahrhundert wurde in Dresden ein Kirschkern mit
185 Gesichtern beschnitzt. Heute geht es noch kleiner.

Das Infineon Halbleiterwerk in Dresden - Klotzsche wurde 1996 eingeweiht. Hier
werden 64 MB Microchips hergestellt.

Nur wenige Kilometer entfernt produziert
AMD PC-Prozessoren.

Jedes Jahr im Frühjahr: Das zweitgrößte
Dixieland-Festival der Welt in Dresden
Das zweitgrößte Dixieland-Festival der Welt

Alljährlich im Mai bricht in Dresden das Dixie-Fieber aus. Höhepunkte sind
der Dixieland-Umzug durch die Stadt und die Dixieland-Fahrten auf den
Raddampfern. Das Festival ist das größte seiner Art in Europa.
Die erste Ferneisenbahnverbindung Deutschlands

1838/39 wurde zwischen dem damaligen Leipziger Bahnhof in Dresden-Neustadt und
der Stadt Leipzig die erste Ferneisenbahnverbindung Deutschlands eröffnet.

Für die Eröffnungsfahrt am 8. April 1839 wurde gegen den Widerstand der
englischen Konkurrenz die erste deutsche Lokomotive "Saxonia" des
Dresdner Architekten und Technikers Johann Andreas Schubert eingesetzt.
Die erste deutsche Gartenstadt

Wohnen und arbeiten im Grünen, dazu ein kulturelles Angebot vor Ort - das war
das Ideal der Reformbewegungen Anfang des 20. Jahrhunderts.

Städtebauliches Ergebnis dessen ist Dresdens Stadtteil Hellerau, erbaut ab
1908 als erste deutsche Gartenstadt.

Dresden Hellerau - die erste deutsche Gartenstadt

Foto: Sylvio Dittrich
Eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt

Die Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau am Zwinger besitzt rund 3000
herausragende Werke europäischer Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts und die
beste und größte zielgerichtete Sammlung italienischer Malerei nördlich der
Alpen.

Berühmte Werke: Sixtinische Madonna (Raffael), Venus (Giorgione / Tizian),
Briefelesendes Mädchen (Vermeer van Delft), Selbstbildnis mit Saskia
(Rembrandt), Neptun, die Wogen beschwichtigend (Rubens).
Eines der größten erhaltenen Gründerzeitviertel Deutschlands

1945 wurde die barocke Altstadt Dresdens von Bomben zerstört. Weitgehend
unbehelligt von Krieg und Abriß blieben die weiten Gründerzeitviertel, die
die barocke Altstadt wie ein Gürtel umschließen:

Cotta, Löbtau im Westen, Mickten, Pieschen, äußere Neustadt im Norden, Weißer
Hirsch, Loschwitz, Blasewitz im Osten und Striesen im Südosten.

Ist die Dresdner Neustadt derzeit Deutschlands größtes Sanierungsgebiet, so
erstreckt sich von Striesen über Blasewitz bis zum Weißen Hirsch das größte
historische Villenviertel Deutschlands - eine mehrere Quadratkilometer große
Architekturgeschichte des 19. Jahrhunderts inmitten grüner Parks und Gärten.
Der erste Kaffeefilter der Welt

Die Sachsen sind nicht nur vielleicht Deutschlands berühmteste Kaffeetrinker
(man denke an den berühmten "Bliemchengaffe" oder J.S. Bachs
"Kaffeekantate"), sondern haben auch die Zubereitung des köstlichen
Getränks revolutioniert.

1908 erfindet in Dresden die damals 35jährige Hausfrau Melitta Bentz den
Kaffeefilter und läßt ihn sich patentieren. Kurz darauf gründet sie mit
ihrer Familie im Stadtteil Wilder Mann eine kleine Fabrik. In der
Weltwirtschaftskrise 1929 zieht der Betrieb nach Minden/Westfalen.
Die größte protestantische Kirche des europäischen Kontinents

Sachsen war das erste Land, in dem die Reformation eingeführt wurde. Kein
Wunder, daß sich Dresden anstrengte, zum protestantischen Rom zu werden - mit
dem entsprechenden kuppelbekrönten Dom.

Als die Dresdner
Frauenkirche 1743 vollendet wurde, war das sächsische
Herrscherhaus längst wieder katholisch geworden.

August II. ließ daher nur wenige hundert Meter von der Frauenkirche entfernt
die katholische Hofkirche bauen, die heutige Kathedrale. Sie gilt übrigens
als die Kirche mit der größten Grundfläche in Sachsen.
Die erste industriell gefertigte Kondensmilch

Dresdner liebten keine saure Milch mit flockigem Rahm in ihrem wertvollen
Kaffe. Daher entwickelten die Gebrüder Pfund 1886 die Kondensmilch in der
gleichnamigen Molkerei. 1900 wurde die Dauerpasteurisierung eingeführt.
Der schönste Milchladen der Welt

Der Laden der ehemaligen Pfund's Molkerei, 1892 erbaut und ganz mit farbigen
Wandfliesen (historistische Neorenaissance - Dekore und Jugendstilfiguren rund
um die Milch) dekoriert, ist heute Käseladen.

Seitdem er bereits zur Erbauungszeit als "schönster Milchladen der
Welt" bezeichnet wurde, hat ihm bisher kein anderes Geschäft diesen
Titel streitig machen können.
Die erste Milchschokolade und künstlichen Mineralwasser

Im Jahr 1823 wurde die Schokoladenfabrik Jordan & Timaeus gegründet. Das
war der Auftakt für die später weithin bedeutende Dresdner
Genussmittelindustrie, die auch die Schweizer Milchschokolade, eine Dresdner
Erfindung, hervorbrachte.

Fünf Jahre zuvor, 1818, begann Adolf August Struve, Erfinder des künstlichen
Mineralwassers, mit dem Aufbau seiner Mineralwasseranstalt in der Dresdner
Seevorstadt. Eine Idee ganz Europa Schule machte.
Das erste Mundwasser der Welt

Der Dresdner Industrielle Karl August Lingner entwickelte 1893 mit seinem
Mundwasser Odol in der noch heute gebräuchlichen Seitenhalsflasche einen der
ersten Markenartikel der Welt. Der frische Dresdner Duft aus dem Mund wurde
zum Welterfolg.

Aus dem Gewinn kaufte sich Lingner nicht nur das mittlere der Loschwitzer
Elbschlösser, sondern baute den Dresdnern auch das Deutsche Hygiene Museum.
Begraben liegt er im Mausoleum unterhalb seines Schlosses direkt am Wasser der
Elbe.
Das älteste Museum für angewandte Kunst

Das
"Grüne Gewölbe" ist die umfangreichste und bedeutendste
Sammlung von rund 3000 Kostbarkeiten der Schatzkunst Europas. Jährlich wird
es von über 500.000 Besuchern besichtigt.

Ab diesem Jahr sind sowohl das "Neue Grüne Gewölbe" als auch das
"Historische Grüne Gewölbe" wieder an ihrem ursprünglichen
Standort im wiederaufgebauten Residenzschloß zu bewundern.

Dinglingers "Der Hofstaat zu Dehli am
Geburtstag des Großmoguls Aureng-Zeb" im Neuen Grünen Gewölbe

Foto: Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Das erste europäische Porzellan

1709, in den Gewölben der Festung Dresden, erfindet der Alchimist Johann
Friedrich Böttger auf Drängen des Sächsischen Kurfürsten Augusts des
Starken das erste europäische weiße Porzellan und gleichzeitig das erste
Hartporzellan der Welt.

Um im großen Stil und dennoch sicher produzieren zu können, wird die
Manufaktur 1710 in die Meißner Burg gelegt - doch die Industriespionage ist
schon damals erfolgreich. Ein Jahrzehnt später sprießen europaweit
Porzellanmanufakturen aus dem Boden.
Das größte Porzellanbild der Welt

Der "Fürstenzug" mit den Abbildungen der Herrscher des Hauses
Wettin aus über 800 Jahren ist 102 Meter lang.

Das 957 m² große Bild auf fast 25.000 Meißener Porzellankacheln wurde 1907
nach dem Entwurf des Dresdner Kunstprofessors Wilhelm Walther geschaffen.
Die größte und bedeutendste Porzellansammlung der Welt

Die Porzellansammlung im Dresdner Zwinger besitzt nicht nur die größte und
vollständigste Sammlung historischen Meißener Porzellans, sondern auch eine
große Anzahl chinesischer Porzellanwerke.

Bereits zur Zeit Augusts des Starken (ab 1694 Kurfürst von Sachsen und 1697 König
von Polen) bestand die Sammlung aus ca. 50.000 Einzelstücken.

August bereicherte sie u.a. damit, indem er seine 500 besten Soldaten dem
Konkurrenzland Preußen überließ - im Tausch gegen über 150 Porzellanvasen.
Die älteste Raddampferflotte der Welt

Die Geschichte der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft geht auf das Jahr
1836 zurück.

Heute fahren 8 historische, teils fast 120 Jahre alte Raddampfer und 2 moderne
Motorschiffe von Dresden aus auf der Elbe bis Meißen und Decin/ Tschechien.

Beim Unterqueren der Brücken ziehen die historischen Raddampfer übrigens
ihre Schornsteine ein.
Das älteste erhaltene Tauchboot der Welt

Unteroffizier Wilhelm Bauer (1822-1875) hatte Mitte des
19. Jahrhunderts die Idee, ein Tauchboot zu bauen, das sich unter Wasser
unbemerkt Feinden nähern kann.

1850 wurde dann der so genannte Brandtaucher gebaut. Im Februar 1851
scheiterte jedoch der im Kieler Hafen durchgeführte erste Tauchversuch und
das Boot sank auf Grund.

Erst 1887 gelang die Bergung. 1950 wurde das im Zweiten Weltkrieg durch Bomben
beschädigte Tauchboot nach Rostock zur Restaurierung gebracht.

Nach einigen Zwischenstationen im Deutschen Armeemuseum Potsdam (1965) und dem
Armeemuseum der DDR (1972) kam der Brandtaucher, auch „Eiserner Seehund“
genannt, 1990 in das Militärhistorische Museum Dresden.

Das Boot gehört zu den imposantes Ausstellungstücken der Marinegeschichte.
Die bedeutendste Rüstkammer Deutschlands

Die Rüstkammer mit Prunkwaffen aus dem
16. bis 18. Jahrhundert ist in Deutschland einzigartig, was Umfang,
typengeschichtliche und künstlerische Geschlossenheit angeht.

Etwa 10.000 Jagd-, Turnier-, Repräsentations- und Gebrauchswaffen gehören
zur Sammlung.
Die erste Schuhcreme in der Tube

Schönheit mit praktischem Nutzen zu verbinden, ist das Ziel vieler
Erfindungen aus Dresden. Und so sollten auch schön glänzende Schuhe ganz
einfach gepflegt werden können.

Dafür sorgte die Firma Eg-Gü, gegründet 1890 von Egbert Günther. Als
weltweit erste Firma füllte Eg-Gü
1919 Schuhcreme in Tuben ab.

Das Unternehmen wuchs und zog 1928 auf die Augsburger Straße in
Dresden-Johannstadt um, wo noch heute produziert wird.

Nach Kriegszerstörungen 1945, Enteignung 1972 und wirtschaftlichem Niedergang
1990, konnte sich Eg-Gü wieder zum Marktführer in den östlichen Bundesländern
entwickeln.

Aktuelle Neuentwicklung: Schuhputzstifte mit Düften für Sie und Ihn.
Die erste Spiegelreflexkamera

All die Schönheiten Dresdens wollen auch festgehalten werden. Bequem,
handlich und von den schon damals zahlreichen Touristen einsetzbar - so wünschte
man sich einen Fotoapparat.

Entwickelt wurde das Wunschgerät in Dresden, und
1936 konnte die erste einäugige Reflexkamera Kineexakta auf der Leipziger
Messe vorgestellt werden.

Die Pentacon-Werke überstanden die Wende nicht, im Hauptgebäude sind heute
die Technischen Sammlungen unter gebracht. Doch Fotoapparate werden wieder in
Dresden produziert: die erste handliche Panoramakamera durch den
deutsch-amerikanischen Fabrikanten Nobel.
Die einzige eigenständige Tanzhochschule Deutschlands

Die Palucca Schule Dresden – Hochschule für Tanz wurde 1925 von der Tänzerin
Gret Palucca (1902-1993) gegründet und über Jahrzehnte durch sie geprägt.

Eine eigenständige Tanzhochschule war seit 1928 erklärtes Ziel der Modernen
Tänzer. Palucca versuchte stets diese Anforderungen zu erfüllen, indem die
Schüler tanzpraktisch und tanztheoretisch ausgebildet wurden, um verschiedene
Tanz-Berufe ergreifen zu können.

Die Palucca Schule Dresden erhielt 1993 den Status einer Hochschule. Die jetzt
einzige eigenständige Tanzhochschule Deutschlands vereinigt die vier
Diplomstudiengänge Bühnentanz, Choreographie, Bühnentanz- und Tanzpädagogik
unter einem Dach.

Rund 185 Studenten absolvieren derzeit die achtjährige Ausbildung zum Diplombühnentänzer.
Kurse mit internationalen Gastdozenten und eine umfangreiche Bühnenpraxis
sind Teil des Studiums.

Die größte Porzellansammlung der Welt ist im
Dresdner Zwinger beheimatet
Der erste Teebeutel

Die deutschen Meister im Teetrinken sind bekanntlich die Ostfriesen. Doch, um
die bequeme Zubereitung haben sich Dresdner verdient gemacht.

Rudolf Anders und Eugen Nissle, übernehmen 1892 die
10 Jahre zuvor in Dresden-Plauen gegründete Firma „Teekanne“ und
verkaufen als erste gemischten, abgepackten Tee.

Mit der „Teebombe“, einem Vorläufer des Teebeutels werden im Ersten
Weltkrieg deutsche Soldaten versorgt.
1929 schließlich kommen die ersten Teekanne-Aufgussbeutel auf den Markt.
Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt

Bereits 1434 wurde in Dresden der Glaube mit dem Kommerz verbunden. Das
erfreuliche Ergebnis: der älteste deutsche Weihnachtsmarkt.

Der Striezelmarkt erhielt seinen Namen übrigens von dem damals typischen Gebäck,
aus dem sich später der berühmte Dresdner Christstollen entwickelte.

Jedes Jahr zum 2. Advent wird der größte Stollen der Welt angeschnitten.
Neben dem Stollen werden auf dem Striezelmarkt heute vor allem Kunsthandwerk
wie Holzspielzeug aus dem Erzgebirge und Keramik aus der Lausitz sowie
Spezialitäten wie die Lebkuchen aus Pulsnitz angeboten.
Die erste Zahnpastatube der Welt

Dresdner hatten immer den Sinn das Praktische mit dem Ästhetischen zu
verbinden: weiße Zähne, ohne sich mit Zahnpulver herumärgern zu müssen. In
der Löwenapotheke am Dresdner Altmarkt stellte Dr. Ottomar Heinsius von
Mayenburg 1907 erstmals Zahncreme maschinell her. Noch heute ist Dresden
Standort der Dentalkosmetik
Stand: 12.05.2006

Blick auf den ältesten deutschen Weihnachtsmarkt.
Den Striezelmarkt gibt es bereits seit 1434.
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